NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Anmerkungen zum Geschehen in der Neuapostolischen Kirche

NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Richileu » 15.02.2012, 15:19

einen herzlichen Gruss in die geschätzte Forumusgemeinde,

um den Blick mal wieder auf relevante und tagesaktuelle Themen zu richten, an dieser Stelle der Hinweis auf die interessante Meldung:

NAK-NRW wird Opfer von Anlagebetrügern und verliert dabei nach Angaben der Kirchenleitung in Dortmund 10 Mio Euro.

Dazu der verantwortliche Bezirksapostel, Armin Brinkmann, auf nak-nrw.de:

"Die Enttäuschung ist groß" und so führt er weiter aus: "Unsere Hoffnung setzen wir nun darauf, nach dem Prozess das eingesetzte Kapital zurück zu erlangen."

gk und rr berichten ebenfalls ausführlich darüber.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Westfale » 15.02.2012, 15:36

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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon johnnelsonjun » 15.02.2012, 16:19

Ich finde es positiv, dass die NAK NRW damit offen umgeht und die Sache nicht "unter dem Deckel" hält, obwohl sie sich damit auch der Kritik aussetzt.

Wie aus dem auf NAK NRW verlinkten englischen Artikel hervorgeht, wurden auch Gläubige anderer Gemeinschaften durch diese Gruppe betrogen.

Einen ähnlichen Betrugsfall gab es erst kürzlich auch unter Gemeinden von mennonitischen bzw. baptistischen Rußlanddeutschen: Klick!

Mir scheint, dass da etliche Betrüger mit der "Glaubensmasche" Kasse machen wollen ... :?
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Westfale » 15.02.2012, 16:24

Unter Walter Schmidt wär das Geld aber brav zur Sparkasse getragen worden.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon johnnelsonjun » 15.02.2012, 16:26

Westfale hat geschrieben:Allerdings hör ich schon manchen Älteren einwerfen, unter Walter Schmidt wär das Geld aber brav zur Sparkasse getragen worden.


... oder zur Volksbank :wink:
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon chorus » 15.02.2012, 16:34

johnnelsonjun hat geschrieben:Ich finde es positiv, dass die NAK NRW damit offen umgeht und die Sache nicht "unter dem Deckel" hält, obwohl sie sich damit auch der Kritik aussetzt.


Die NAK-NRW weiß seit 2007 um den Verlust...?!

Sind diese Millionen auch in der Bilanz von 2010 ausgewiesen und wenn ja, wo? Im Anlagevermögen? Oder unter den Abschreibungen?

Wer hätte eigentlich von der erhofften hohen Rendite profitiert?

Die Gemeinden, derer Kirchengebäude im Sanierungsstau stecken?
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon DerPropagandaminister » 15.02.2012, 16:36

Bez. Ap. Brinkmann hat sich immer schon in der Rolle des großen Unternehmers gefallen, leider fehlt ihm dazu offenbar aufgrund seiner Ausbildung als Chemieingenieur das nötige Know-How.

Das habe ich schon damals erkannt als er mit viel Tamtam das "Unternehmerforum" gegründet hat welches heute um seine Existenz kämpft. Ein erfolgreicher Unternehmer hat mir das mal so erklärt: "Die, die ein erfolgreiches Unternehmen führen haben für solchen Firlefanz keine Zeit und die, die sich mit ihrem Unternehmen nur mühevoll über Wasser halten ergreifen jeden Strohhalm."

Ich habe damals das Forum kritisiert und weil ich es als einziger nicht anonym getan habe und Bez.-Ap. Brinkmann direkt angeschrieben habe hat er mir eine Audienz gewährt in welcher ich meine Kritik vortragen konnte. Er begrüßte mich, wie bezeichnend, ohne Sakko so dass der Blick auf das überdimensionale Logo seiner Gürtelschnalle fiel: "BOSS"!
Ich habe innerlich herzlich gelacht... Wir haben uns dann geeinigt, dass wir unsere gegensätzlichen Meinungen akzeptieren aber nicht teilen.

Mir scheint, ich lag richtig mit meiner Meinung :twisted:

Jetzt hat der "große Boss" also seinen Meister gefunden! Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass ein Investment in Höhe von 10 Millionen ohne den Segen des Großen Vorsitzenden getätigt wurde. Solches Verhalten wird im Ruhrgebiet derbe aber zutreffend mit folgendem Spruch beschrieben: "Wenn Kleine so kacken wollen wie Große platzt ihnen der Mastdarm!" Vornehmer ausgedrückt könnte man sagen: "Schuster, bleib bei Deinem Leisten!"
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit. (Mahatma Gandhi)
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Sonia » 15.02.2012, 18:24

Die Häme gibt's, wie immer, kostenlos dazu. :roll:
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Corinna » 15.02.2012, 20:21

Keine Häme Sonja, aber vergeigt ist vergeigt. :wink:
Ohne Vollpfosten hätten wir nichts zu lachen. Also nimm dir Zeit und danke dem nächsten Pfosten dafür.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Karl » 15.02.2012, 20:48

PM,

ich weiss nichts näheres über Brinkmanns Vorgeschichte. Dass er Chemieingenieur war halte ich nicht grundsätzlich für verwerflich.
Waren Sie nicht früher Schleussenwärter?
Ich mag ihn zwar nicht sehr ... aber er hat über eine unangenehme Sache informiert, obwohl er es nicht MUSSTE.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Randnotiz » 15.02.2012, 20:50

M. E. ist ohne genauere Kenntnis der Hintergründe, insbesondere der Frage, ob die Verantwortlichen der Kirche überhaupt einen Fehler gemacht haben, der objektiv vorwerfbar ist, eher Entsetzen als Häme angebracht.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell hier die "Besserchristen" die Steine in der Hand haben.
Nur wer die Fakten kennt, kann sie verdrehen.

(Natural Born Kieler)
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Cemper » 15.02.2012, 21:02

Mich geht es "nichts an" und ich möchte eigentlich nichts dazu schreiben. Andererseits interessiert mich dieser Fall doch. Deshalb vier Anmerkungen:

1. Ich stimme Randnotiz zunächst zu.
2. Der Fall wurde auf der offiziellen Seite NAK-NRW in der Rubrik "Kurz notiert" veröffentlicht. Das finde ich - nun ja. Kurz notiert.
3. Wie ist der Fall in aller Vorläufigkeit kirchenrechtlich zu beurteilen (etwa Art. 6,7 und 10 Verfassung NAK NRW)?
4. Bei aller gebotenen Zurückhaltung - die Kapitalanlage macht auf den ersten Blick einen anderen Eindruck als Anlagen bei einer - ja, wo? Wem kann man da noch trauen? Die evang. Kirche hat ja mit ihren Banken auch einige sagenhafte Probleme (EDG) ... KLICK. Bliebe die Vatikanbank: KLICK
Ob ich gläubig bin? Das weiß nur Gott allein.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Bert » 15.02.2012, 21:39

Wie auch immer, es hat indes mehr als nur den Anschein, dass Verantwortliche der Kirche zu sehr auf höchstverzinsliche Anlage von Kirchengeldern setzten und dabei offensichtlich grenzenloses Vertrauen in eine ausländische und wohl am Kapitalmarkt nicht wirklich bekannte 'Investorengruppe' setzten. Das riecht nun in der Tat nach drastischen Fehlern.

M.E. wirft der Fall auch die generelle Frage auf, ob es Aufgabe einer Kirche sein kann, die von den Mitgliedern als Opfer eingesammelten Gelder in solchen Grössenordnungen wie im konkreten Fall als gewinnbringende Geldanlagen zu verwenden. M.E.wäre es statt dessen geradezu geboten, diese Gelder mittelbar wieder den Kirchenmitgliedern zugute kommen zu lassen, etwa indem damit überfällige bauliche Erhaltungsmassnahmen an den Kirchengebäuden finanziert werden. Ebenso wäre angesichts weit verbreiteter Armut, besonders auch Kinderarmut, unter vielen Gemeindemitgliedern auch an soziale Leistungen an davon Betroffene zu denken. Das würde m.E. dem Anspruch an ein christliches Verhalten der Führungsebene der Kirche eher gerecht werden (und zu dem heutigen GD passen!).

Noch heute abend betete der DL hier, und in der Weise geschieht das ja wohl immer, um den Segen Gottes für das durch die GD-Besucher eingelegte Opfer mit dem ausdrücklichen Bemerken: '... und lass, lieber Gott, nicht nur die Geber gesegnet sein, sondern auch die Gaben zur baldigen segensreichen Vollendung deines Werkes dienen.'
Und dann diese Mitteilung !

Wie ich gehört habe, soll BAP B. die Amtsträger der NAK NRW schriftlich gebeten haben:
"Bitte betet mit dafür, dass unsere Gebietskirche möglichst ohne finanziellen Schaden aus diesem Kapitalanlagebetrug hervorgeht."
Schön und gut, wäre es nicht eher angebracht gewesen zum Gebet dazu aufzurufen, dass die NAK-Führung sowas nie wieder macht?


B.
Zuletzt geändert von Bert am 15.02.2012, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: NAK-NRW um 10 Millionen Euro betrogen

Beitragvon Corinna » 15.02.2012, 21:42

Cemper hat geschrieben:Mich geht es "nichts an" und ich möchte eigentlich nichts dazu schreiben. Andererseits interessiert mich dieser Fall doch. Deshalb vier Anmerkungen:

1. Ich stimme Randnotiz zunächst zu.
2. Der Fall wurde auf der offiziellen Seite NAK-NRW in der Rubrik "Kurz notiert" veröffentlicht. Das finde ich - nun ja. Kurz notiert.
3. Wie ist der Fall in aller Vorläufigkeit kirchenrechtlich zu beurteilen (etwa Art. 6,7 und 10 Verfassung NAK NRW)?
4. Bei aller gebotenen Zurückhaltung - die Kapitalanlage macht auf den ersten Blick einen anderen Eindruck als Anlagen bei einer - ja, wo? Wem kann man da noch trauen? Die evang. Kirche hat ja mit ihren Banken auch einige sagenhafte Probleme (EDG) ... KLICK. Bliebe die Vatikanbank: KLICK




Die Wut die mich manchmal ob dieses Themas packt........
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